







Von Jörg Kühl (MOZ) - Ortwig - Rund dreihundert junge Feuerwehrleute haben am Sonnabend in Ortwig an den Kreismeisterschaften der märkisch-oderländischen Jugendwehren teilgenommen. Angetreten waren Mannschaften aus Alt Tucheband, Bad Freienwalde, Batzlow, Bruchmühle, Buckow, Grunow, Gusow-Platkow, Lebus, Müncheberg, Neuenhagen, Ortwig, Trebnitz-Jahnsfelde und Treplin.

Zu absolvieren waren unter anderem ein Hindernislauf, der als Gruppenstafette ausgelegt war sowie die Königsdisziplin, der "Löschangriff nass". Dabei mussten die 24 teilnehmenden Gruppen, je sechs Mädchen und/oder Jungen in möglichst kurzer Zeit einen Messbehälter durch ein kleines Loch in der 50 Meter entfernt liegenden Zielscheibe mit dem gezielten Wasserstrahl füllen.Dabei kommt es auf die perfekte Koordination aller Gruppenmitglieder an, denn Schlauch, Kopplungsteile und Strahlrohr haben ein ordentliches Eigengewicht und der Schlauch darf sich auf der Strecke zwischen der Motorpumpe und der Zielscheibe nicht verheddern. Vor allem für die Jüngeren, wie die 9-jährige Lisa aus Bruchmühle, die in der Gruppe der 10-14-Jährigen starten durfte, war das eine Herausforderung. In der Gruppe der 15-17-Jährigen sah man dagegen schon richtige Routiniers.

Am Ende hatten drei Mannschaften aus Gusow-Platkow und eine aus Lebus die Nase vorn. Harald Mehls, Vorsitzender des Kreis-Feuerwehrverbandes, war dieses Mal als Zuschauer dabei, denn er hatte die Vorbereitung an den neu gewählten Kreisjugendwart André Stegmann abgegeben. Stegmann, der die meisten der Läufe am Mikrofon moderierte, wirkte aufgeräumt: "Diese Veranstaltung ist der Höhepunkt im Jahr", äußerte er sich.

Auch der Veranstaltungsort im Oderbruch sei ideal: "Ein großes Lob den Ortwiger Kameraden!", so der Jugendwart. Die Ortwiger Bürger, die selbst zwei Mannschaften ins Rennen geschickt hatten, ließen sich denn auch nicht lumpen und erschienen zahlreich am Spielfeldrand des örtlichen Sportplatzes, um ihre Mannschaften anzufeuern. "Natürlich sind wir stolz darauf, dass so eine große Veranstaltung bei uns stattfindet", sagte Helga Facklam, deren elfjährige Enkelin Tina am Wettkampf teilnahm.

Während der gesamten Veranstaltung sah man einen zufriedenen Ortsbürgermeister. "Unser Wehrleiter Otmar Krause und Jugendwart Peter Pröschel haben sich sehr ins Zeug gelegt, dass das hier so reibungslos über die Bühne geht", zollte Günter Sternekieker den Aktiven Respekt. Krause selbst zeigte sich angetan angesichts des zweiten Platzes, den die 10-14-jährigen Jungen erreicht hatten: "Wir haben mit unserer Jugendabteilung erst vor einem Jahr so richtig angefangen. Da kann man schon ein bisschen stolz sein!"
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Textquelle: www.moz.de